Sustainability





Zertifizierungen, Vertrauen und Kommunikation


Was ist wo drin, wie ist das alles gemacht worden und ist das auch sicher? Um diese Fragen zu beantworten haben wir einen Guide erstellt, der im Laden als Broschüre erhältlich ist. Es gibt international gültige und verlässliche Gütesiegel wie z.B. GOTS ( organisch biologisch angebaute Baumwolle) und das der Fair wear Foundation ( Produktion unter fair trade Bedingungen ) . Diese Zertifizierungen müssen aber von den Labels bezahlt werden. Das können sich viele Labels nicht leisten. Darum haben wir beschlossen nicht explizit auf diese Siegel hinzuweisen. Uns kommt es darum vor allem auf die Kommunikation an. Wenn uns ein Label sagt, wir versuchen es, wir sind auf dem Weg, wir informieren uns, wir haben eine kleine Fabrik die unter Fairtrade- Bedingungen arbeiten, sich aber das Siegel nicht leisten können, dann vertrauen wir und arbeiten mit diesen Marken zusammen. Wirklich nachhaltig vom Faden bis zu Reißverschluss ist aber eine schwierige Aufgabe und es gibt noch viele ungelöste Fragen. Eine Bio - Jeans mit Elasthan Anteil, wird komplett verrotten, bis eben auf das Elasthan, das ist Plastik. Organisch biologisch angebaute Baumwolle heißt nicht automatisch das auch die Baumwollpflücker angemessen bezahlt wurden. Produziert in Indien unter fairtrade Bedingungen bedeutet nur das diese Menschen von ihrem Lohn überleben können, medizinisch versorgt sind und ihre Kinder in die Schule schicken können, nicht mehr. Es ist ein langer Weg und wir versuchen diese Stück für Stück zu gehen.


Nachhaltige Materialien:

-Baumwolle: aus biologischem Anbau ist wesentlich wasserärmer und im Gegensatz zu herkömmlichen Baumwollproduktionen pestizidfrei

-Wolle: von Tieren aus kontrolliert biologischer Aufzucht

-Wildseide: ist per se nachhaltig, da die Kokons der Seidenraube, in der „Wildness“ gesammelt werden, nachdem die Raupe den Kokon verlassen hat

-Tencel/ Lycocell: ist eine regnerative Faser, die unter dem Einsatz von Chemikalien, in einem preisgekrönten Kreislauf Verfahren, aus Buchenholz oder Eucalyptusfasern ,gewonnen wird.
-Leder: aus chromfreier Gerbung ( vegetabil gegerbt ) oder “ low chrome leather“, bei dem bei der Gerbung auf einige Chemikalien verzichtet wurde

-Leinen und Hanf: deren Anbau auch in der herkömmlichen Landwirtschaft wasserarm ist, die Pflanzen sind ausserdem sehr robust gegen Schädlinge
-wilder Kautschuk: aus dem Amazonas, zu fairen Preisen gesammelt und unter nachhaltigen Gesichtspunkten gezapft
-Metalle: wie Gold und Silber aus überprüften Minen in Afrika oder aus Minen in Nordamerika

Fair Trade:

das heißt:

-Lohnsicherheit- gesetzliche Mindestlöhne oder existenzsichernder Löhne, der gesetzlich Mindestlohn ist in vielen Ländern nicht auf einem existenzsichernden Niveau

-Gewerkschaftsfreiheit- ermöglicht es den ArbeiteInnen, sich zu organisieren

-Sicherheit am Arbeitsplatz- Vorgaben über die Arbeit an Maschinen, die Lagerung und den Umgang mit gefährlichen Substanzen, sowie die der Gebäudesicherheit.

-gesicherte Arbeitsbedingungen — dazu zählen Arbeitszeiten und Überstunden, Kranken und Urlaubstage, sowie Arbeitsverträge und Zeitarbeitsverträge

 

EU MADE:

Viele unserer Labels produzieren in in der Eu, d.h. die Arbeitsbedingungen müssen nach europäischem Recht erfüllt werden
und die jeweiligen Mindestlöhne der Länder gezahlt werden.
Kinderarbeit ist hier ausgeschlossen.

 

Handmade:

Die Verarbeitung der Materialien wird größten Teils von Hand gemacht. Natürlich werden auch hier Maschinen eingesetzt,
z. B eine Nähmschine, aber die Produktion wird nicht im Accord und nicht  hauptsächlich maschinell und computergesteuert gemacht.
Das kann z.B. auch bedeuten, das ein Kleidungsstück zu Hause in Berlin genäht wurde.

 

Recycling/ Upcycling:

Recycelte Fasern heißt, das diese schon mal ein anderes Kleidungsstück / ein anderes Produkt waren .
Beim Upcycling dagegen werden Abfallprodukte der Stoffproduktion oder nutzlose Stoffe und Kleidungsstücke in neuwertige Produkte umgewandelt.

 

 

Traditionelle Techniken:

Das sind zumeist alte Handwerkstechniken wie weben, schustern, drucken, färben,
die vor allem in den Ländern der sogenannten dritten Welt am Leben gehalten werden, so an die nächste Generation weitergegeben werden können
und den Menschen dort eine unabhängige Lebensgrundlage sichern.

 

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