December 04, 2019


ISABEL
(english version below)

Isabel ist Produktdesignerin und wohnt seit einem Jahr in Berlin. Sie ist viel unterwegs und arbeitet oft an mehreren Projekten gleichzeitig. Gerade hat sie eine Kollaboration mit einer Leuchtenmanufaktur abgeschlossen, die Einrichtung für einen Brillenladen designt und für einen österreichischen Seilbahnhersteller gearbeitet. Sie liebt es, Dinge mit ihren Händen zu schaffen und da momentan die Arbeit am Rechner überwiegt, repariert sie zum Ausgleich am Wochenende ihr Fahrrad selber.






Im Produktdesign fand sie die perfekte Mischung ihrer Interessen: Die Liebe zum Gestalten und eine starke Faszination für das Technische. Trotzdem stellt sie sich immer wieder die Sinnfrage: „Leben wir nicht in einer Welt, in der es eigentlich schon viel zu viel gibt und man jetzt sofort aufhören sollte Neues zu schaffen? Andererseits,“ findet sie, „können gut designte Gegenstände ein sehr langes Leben haben. Designer haben die Möglichkeit Innovation voranzubringen, durch kreative, unkonventionelle Lösungsvorschläge. Wir brauchen diese in einer Welt mit rapide wachsenden Problemen dringend.“






So einen kreativen Lösungsvorschlag verfolgt Isabel auch als Teil des Vereins „Stadtlücken e.V.“, den sie vor einigen Jahren mit Freunden in Stuttgart gründete. Eine Gruppe engagierter Menschen ergreift hier die Initiative, um in einer verspekulierten Stadt Bewusstsein zu schaffen für gemeinsamen Raum und ein Recht auf Stadt. Ungenutzte Bereiche im Stadtsystem sollen zugänglich gemacht werden für die BewohnerInnen und deren wahre Bedürfnisse. Es geht darum sich auszutauschen, kennenzulernen und Zusammenleben immer wieder neu zu verhandeln.





English Version:

Isabel is a product designer and has been living in Berlin for a year. She travels a lot and often works on several projects at the same time. She has just completed a collaboration with a lighting manufacturer, designed the furniture for a glasses shop and worked for an Austrian cable car manufacturer. She loves to create things with her hands and since work on the computer currently predominates, she repairs her bike herself on weekends to compensate.

In product design, she found the perfect mix of interests: A love of design and a strong fascination for technology. Nevertheless, she keeps asking herself the question of meaning: "Don't we live in a world where there's already too much and you should stop creating immediately? On the other hand," she says, "well-designed objects can have a very long life. Designers have the opportunity to advance innovation through creative, unconventional solutions. We urgently need them in a world with rapidly growing problems."





Isabel also pursues such a creative solution proposal as part of the association "Stadtlücken e.V.", which she founded a few years ago with friends in Stuttgart. A group of committed people takes the initiative here to create awareness in a speculated city for common space and a right to a city. Unused areas in the urban system should be made accessible to the inhabitants and their real needs. The aim is to exchange ideas, to get to know each other and to renegotiate living together again and again.



 

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